Kemperhof Koblenz St. Elisabeth Mayen

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Geriatrie - Altersmedizin
Eine neue Entwicklung im Krankenhaus St. Elisabeth

Seit August 2012 freuen wir uns ein  geriatrisches Versorgungsangebot innerhalb der Inneren Medizin Abteilung in Mayen anbieten zu dürfen.

Die Geriatrie wird definiert als eine medizinische Spezialdisziplin, die sich mit der medizinischen Behandlung älteren Menschen befasst. Sie beinhaltet die Prävention, die Therapie der akuten und der chronischen Erkrankungen, die Früh-Rehabilitation sowie spezielle palliative Fragestellungen am Ende des Lebens.


Wie funktioniert Geriatrie?

Als medizinische Fachrichtung ist die Geriatrie nicht alleine durch das hohe Alter des Patienten definiert. Sie setzt den Bedarf des alten akut erkrankten Menschen, der mit seinen individuellen gesundheitlichen und sozialen Problemen wahrgenommen wird, in das Zentrum unseres Handelns.

Unser  medizinische Versorgungsangebot orientiert sich an den komplexen Problemen alter und hochbetagter Menschen. Mehrere Studien konnten zeigen, dass diese vielmehr von einem konsequenten Training der ADLs (Activities of Daily Living) profitieren als nur von einer spezialisierten organbezogenen medizinischen Versorgung. Dadurch wird bei einer hohen Lebenserwartung eine Verlängerung der Lebenszeit mit einer möglichst selbstständigen Lebensführung ermöglicht.

Die geriatrische Behandlung wird gekennzeichnet durch:

  • Interdisziplinarität,
  • Multiprofessionalität und
  • Integration von spezialwissen anderen Fachdisziplinen.

Unsere Therapie orientiert sich an dem akut-medizinischen Behandlungsbedarf und fördert frührehabilitative Maßnahmen unter Berücksichtigung des geriatrischen Bedarfs eines Patienten.


Was genau passiert auf unserer Station?

  1. eine genaue Beurteilung des Patienten in Rahmen eines multidi-mensionalen geriatrischen Assessments (Anamnese, körperlicher und geistiger Zustand, Selbstständigkeit im Alltag, sozialer Status). Dies bildet die Basis aller weiteren Maßnahmen.
  2. die Erstellung eines individuellen Behandlungsplan mit individuellen Behandlungszielen, der besonders auf die erwünschte Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens gerichtet ist. Besonders berücksichtigt werden die Lebensqualität des Patienten und die Selbstständigkeit im Alltag.
  3. die Umsetzung des Behandlungsplans durch ein multidisziplinäres Team, unter ärztlicher Leitung und Verantwortung eines Geriaters.
  4. eine stationäre geriatrische Behandlung. Diese sollte möglichst wohnort-nah stattfinden, damit der Besuch durch Angehörige und Freunde nicht erschwert wird.
  5. ein adäquates Entlassungsmanagement. Dieses ermöglicht eine reibungs-lose Entlassung nach Hause oder eine Verlegung in eine weitere Reha-klinik.
  6. Behandlungspfade für typisch geriatrische Erkrankungen ermöglichen es, den richtigen Zeitpunkt für die Übernahme auf einer geriatrischen Abteilung abzustimmen (z. B. richtiger Zeitpunkt für die Übernahme in die Unfallchirurgie).
  7. Einschätzung des zu erwartenden Benefits von einer therapeutischen Intervention für die geriatrischen Patienten. 
Eine geriatrische Behandlung ist sinnvoll, um so lange wie möglich die Selbstständigkeit akut erkrankter geriatrischer Patienten zu bewahren. Das Vermeiden der dauerhaften Pflegebedürftigkeit und des Eigenständigkeitsverlust sind wichtige Ziele unseres Handelns. Sie ermöglichen eine gute Lebensqualität und erlauben ein Dasein in der häuslichen gewohnten Umgebung. 


Was bieten wir Ihnen an?

Die geriatrischen Behandlungsformen orientieren sich an der Rehabilitations-bedürftigkeit und -fähigkeit des geriatrischen Patienten.
Die Rehabilitationsfähigkeit wird über eine positive Rehabilitationsprognose und ein realistischer Rehabilitationsziel definiert.
Innerhalb einer geriatrischen Abteilung können Patienten (überwiegend 70 Jahre alt oder älter) mit einer geriatrietypischen Multimorbidität behandelt werden. Nach Feststellung der Rehabilitationsbedürftigkeit durch einen Geriater wird die Indikation zur kurativen oder palliativen Akutbehandlung im Krankenhaus gestellt. Auf unserer Akutgeriatrie erhält der Patient in Abhängigkeit seines Rehabilitationspotenzials eine geriatrische Akutbehandlung. Wichtig für die Behandlung auf unserer  geriatrischen Station sind die geriatrietypischen Hauptdiagnosen, die geriatrietypische Multimorbidität und die geriatrischen Syndrome.

Ein geriatrischer Patient weist altersbedingte strukturelle und funktionelle Veränderungen von Organen und Geweben auf. Gleichzeitig hat er mehrere Funktionseinschränkungen und eine reduzierte Reservekapazität. Die erhöhte Vulnerabilität ist bereits durch seine Multimorbidität bedingt und er ist durch die akute Erkrankung davon bedroht, eine Einschränkung seiner Autonomie hinnehmen zu müssen.
Die Therapie fokussiert sich dabei auf die Lebensqualität, die Teilhabe und die Selbstständigkeit.


Geriatrische Syndrome

Als geriatrische Syndrome werden folgende Merkmalkomplexe bezeichnet:

1. Immobilität,
2. Sturzneigung und Schwindel,
3. kognitive Defizite,
4. Inkontinenz,
5. Dekubitalulcera,
6. Fehl- und Mangelernährung,
7. Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt,
8. Depression, Angststörung,
9. chronische Schmerzen,
10. Sensibilitätsstörung
11. Herabgesetzte Belastbarkeit, Gebrechlichkeit,
12. starke Seh- oder Hörbehinderung,
13. Medikationsprobleme und
14. hohes Komplikationsrisiko.


Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung

Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ermöglicht es, eine organische geriatrische Akutbehandlung und eine geriatrische Rehabilitation parallel durchzuführen. In diesem Zusammenhang sind die relevanten Hauptdiagnosen zusammen mit einer geriatrietypischen Multimorbidität zu verstehen.

Die wichtigsten Hauptdiagnosen nach dem ICD-10-Code sind:

A. Neurologische Erkrankungen:
  • akuter Schlaganfall und andere zerebrovaskuläre Erkrankungen I60-I69
  • Delir und andere hirnorganische Psychosen F00-F05

B. Erkrankungen des Bewegungsapparat:
  • hüftgelenksnahe Fraktur mit Z. n. chirurgischer Versorgung S72
  • Cox- und Gonarthrose mit Z. n. Implantation einer Endoprothese M16.-, M17
  • andere Frakturen und Verletzungen S00-T98
  • andere Arthropathien M00-M25
  • Spondylopathien u. Discopathien ggf. mit Laminektomie M45-M51
  • Komplikationen nach chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung T80-T88

C. Erkrankungen des Herzens, Kreislaufes und Gefäßsystems
  • KHK und andere Herzkrankheiten mit Zustand nach herzchirurgischem Eingriff I05-I09; I20-I25
  • dekompensierte Herzinsuffizienz I50
  • arterielle Verschlusskrankheiten mit Z. n. Amputation o. a. OP I70

D. Erkrankungen der Atemwege
  • exazerbierte chronisch-obstruktive Lungenerkrankung J44.0, J44.1
  • Pneumonie und andere Infektionen der Atemwege J10-J22

E. Andere Infektionen A00-B99

Ein interdiszisziplinäres Team wird Ihnen und Ihren Angehörigen helfen nach Besserung der Akutsymptomen schneller und in einem besseren Zustand wieder in Ihre gewöhnten Umgebung zurückzukehren.


Unser Team

Unser Team besteht aus:

1. Pflegekräfte 
Sie übernehmen die „aktivierende-therapeutische Pflege“. Diese umfasst eine einfühlsame Anleitung des alten Menschen zur Selbsthilfe.

2. Physiotherapeuten
Die gestörten motorischen Fähigkeiten werden in Rahmen eines Übungsplan täglich trainiert und wiederhergestellt. Eine Weiterbildung im Bobath-Konzept ist notwendig.Weitere Infos.

3. Ergotherapeuten
Ein Training der Aktivitäten des täglichen Lebens ist für die Selbstständigkeit im Alltag ein wichtiger Bestandteil jeder frührehabilitativen Behandlung. Darüber hinaus können auch komplexe Aktivitäten wie Kochen, Backen, einkaufen und Fahrten geübt werden. Besonders wichtig ist das Training der Kraft, der Sensibilität und der Feinmotorik sowie das Training der kognitiven Leistungsfähigkeiten, der Konzentrationsfähigkeit und der Aufmerksamkeit. Weitere Infos.

4. Sprach- und Schlucktherapeuten
Der Logopäde oder der Sprachheilpädagoge benötigt besondere Kompe-tenzen in der Behandlung von Aphasien, Sprechapraxien, Dysarthrien und Schluckstörungen.Weitere Infos.  

5. Sozialarbeiter
Der Sozialarbeiter begleitet und berät den Patienten und seine Angehörige bezüglich der weiteren häuslichen Versorgung, Beantragung weiterer Rehamaßnahmen, Umzug in ein Pflegeheim, Sozialstation, Tagespflege-einrichtung etc. Er/Sie vermittelt Informationen zur Hauskrankenpflege, Essensversorgung, Organisation von Hilfsmittel und unterstützt die Angehörigen bei sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten und regt Betreuungen an. Weitere Infos.   

6. Diätberater  
Eine ernährungstherapeutische Maßnahme berücksichtigt einerseits die bestehende Grunderkrankung andererseits auch die Wünsche und Bedürfnisse des älteren Menschen mit dem Ziel einen positiven Einfluss auf seine Lebensqualität  zu nehmen. Deshalb ist das Gespräch mit dem Patienten und dessen Angehörigen für die Planung und praktische Durchführung einer angepassten Ernährung hilfreich.Weitere Infos.

7. Seelsorger
Der Seelsorger kann Beistand für Patienten und Angehörige leisten. Beson-ders in schwierigen familiären Situationen, bei schwieriger Erkrankung mit schlechter Prognose oder am Lebensende ist die spirituelle Unterstützung eines Seelsorger eine Bereicherung der Teamarbeit und eine echte Hilfe für viele Patienten.

8. Ärzte spezialisiert für Altersmedizin - Geriater  
Der ärztliche Dienst hat folgende Aufgaben:
-  Screening der geeigneten geriatrischen Patienten,
-  medizinische Diagnostik und Therapie des Patienten,
-  Durchführung des geriatrischen Assessments,
-  rehabilitative Beurteilung,
-  Verordnung der Therapien,
-  Leitung des geriatrischen Teams,
-  Beratung der Angehörigen, konstante Bezugsperson für Patient und Angehörige und
-  Verantwortung für die Diagnostik, den Rehabilitationsplan und die Entlassungsvorbereitung.  

Für weitere Informationen, Fragen, Beratung stehe ich Ihnen gerne als Oberärztin der Inneren Abteilung auch telefonisch über unseren Sekretariat, Tel.: 02651 / 83 3601, zur Verfügung
Ihre

OÄ Aleci

Jeni Alecu

Fachärztin für Innere Medizin
Geriatrie, Palliativmedizin, Ernährungsmedizin
Tel.: 02651 / 83 3601
Fax: 02651 / 83 1911
E-Mail: jeni.alecu@gk.de 


Ehrenamtlich helfen: Menschen mit Demenz im Krankenhaus begleiten lernen

Der Umgang mit dementen Patienten gehört für Krankenhäuser zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Allein in Deutschland rechnen Experten bis 2050 mit einer Verdopplung der an Demenz erkrankten Patienten auf etwa vier Prozent der Gesamtbevölkerung – etwa drei Millionen.

Für Menschen mit Demenz bedeutet ein Krankenhausaufenthalt, dass sie sich in der fremden Umgebung mit veränderten Tagesabläufen und ohne ihre vertraute Hilfe nur schwer zu Recht finden. In dieser besonderen Situation benötigen sie viel Zuwendung, Verständnis und Geduld.

Im St. Elisabeth Mayen stehen ihnen seit kurzem zusätzlich ehrenamtliche Demenzbegleiter zur Seite. Ziel ist es, dass sich diese um die betroffenen Patienten kümmern, ohne aber pflegerische Aufgaben zu übernehmen. Es geht darum, Zeit zu schenken. Zum vielfältigen Aufgabenspektrum gehört vor allem die Beschäftigung dementer Patienten bei Unruhe, der Kontakt zu Angehörigen, die Begleitung zu Untersuchungen und nicht zuletzt die Anwesenheit bei den Mahlzeiten, um leichte Unterstützung leisten zu können. Das Betätigungsfeld ist also weitläufig. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig. In einer einführenden Schulung wird den ehrenamtlich Engagierten Grundwissen über die Krankheit Demenz vermittelt. Dazu erhalten sie Informationen zum dementengerechten Umgang mit den Betroffen sowie Hinweise zu Möglichkeiten der Beschäftigung etc. Eine spezielle Fachkraft begleitet und unterstützt die Ehrenamtlichen in ihrer Tätigkeit durch persönliche Gespräche und in gemeinsamen Treffen. Die Treffen dienen dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch und darüber hinaus der fachlich-inhaltlichen Reflexion und Weiterentwicklung.

Wer Interesse an dieser ehrenamtlichen Arbeit hat kann sich gerne in Verbindung setzen mit:
Mechthild Annen
Pflegedienstleitung
Telefon: 02651 83-2000
E-Mail: mechthild.annen@gk.de


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